Bauen soll einfacher werden

Das Innenministerium von Sabine Sütterlin-Waack hat auf Grundlage eines Antrages des Fraktionen eine Formulierungshilfe für die Überarbeitung der Landesbauordnung erstellt. "Wir wollen es Menschen, die bauen wollen, leichter machen", sagt die CDU-Politikerin, die viele Neuerungen plant. Wenn das Parlament sie absegnet, könnten diese schon Anfang 2024 in Kraft treten.

Sütterlin-Waack möchte es Bauherren zum Beispiel ermöglichen, mehr Solarpaneele auf Reihenhausdächern zu installieren. Bislang müssen Hausbesitzer einen Abstand von 1,25m zum nächsten Dach einhalten, zukünftig sollen es nur noch 0,5m sein. Damit schaffe man mehr Flächen für den Klimaschutz, denn bislang lohnen sich gerade für Besitzer von kleineren Häusern solche Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach kaum, so die Ministerin.

Am Haus fest installierte Wärmepumpen müssen nicht mehr den Mindestabstand von 3,0m zum nächsten Grundstück aufweisen, sondern nur noch 2,3m.

Zudem soll es leichter werden, Gewerbe-Immobilien in Wohnungen umzuwandeln. Die Ministerin erhofft sich dadurch die Schaffung von mehr Wohnraum.

Um den Bauherren zusätzlich Kosten zu ersparen, werden die Mindest-Raumhöhen verringert, beispielsweise müssen Räume im Dachgeschoss nur noch 2,2m hoch sein. "Das spart Baukosten und Energie", sagt Sütterlin-Waack.

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